Ein Projekt für Kinder:
Ausbildung, Ernährung und Gesundheit

Der Bremer Verein Lebenschance hat in Togo in Zusammenarbeit mit der Nichtregierungsorganisation in Lomé „Association Mieux Etre Pour Tous“ (A:M:E:P:T:) ein Waisenkinderdorf aufgebaut, in dem Kinder und Jugendliche ein sicheres Zuhause gefunden haben. Der Verein sorgt weiterhin für den Ausbau und stellt den laufenden Unterhalt des Projektes sicher.

Landwirtschaft und Ernährung

Auf den großen Flächen, die zu dem Dorf gehören, wird unter Anleitung eines Landwirtes Getreide, Gemüse und Obst angebaut. Hiermit wird ein Großteil der Ernährung gesichert. Seit einiger Zeit wird eine kleine Rinderherde gehalten, um die überwiegend vegetarische Ernährung durch Milch und Fleisch zu ergänzen.

Wasser

Das Dorf liegt in einem trockenen, savannenartigen Gelände ohne einen Fluss oder See. Im Jahre 2003 wurde mit Unterstützung einer Stiftung ein 90 x 45 m großes Regenwasserrückhaltebecken gebaut. Zwei Jahre danach konnten wir den Bau eines zweiten großen Auffangbeckens finanzieren. In dieser Region gibt es zwei Regenzeiten im Jahr. Das Regenwasser wird zum Waschen und in der Landwirtschaft gebraucht. Außerdem wird Regenwasser in mehreren Zisternen aufgefangen, das von den Dächern geleitet wird. Sauberes Tribnkwasser liefern drei Brunnen, die nach und nach gebohrt wurden. Sie sind 50 m, 100 m und 160 m tief.

Schule

Zu Beginn unserer Arbeit im Jahr 2001 lebten 20 Kinder im Yovokopé. Sie wurden in einer einfachen Hütte unterrichtet, die aus Holz gebaut und mit einem Grasdach versehen war. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Kinder dazu. Heute besteht unsere Schule aus mehreren festen Gebäuden, in denen ca. 500 Schüler in 13 Klassen unterrichtet werden. Mindestens 50 Kinder der Umgebung besuchen diese Schule ebenfalls, und zwar kostenlos. Das ist eine Ausnahme in Togo!

Nähwerkstatt

Im Jahre 2007 konnte ein kleines Gebäude errichtet und mit 20 mechanischen Nähmaschinen ausgestattet werden. Hier wird die Kleidung der Kinder genäht und repariert.

Gesundheit

Lange Zeit gab es in der Region keinerlei medizinische Grundversorgung. Mit Unterstützung einer Stiftung ist es gelungen, eine Krankenstation für unser Dorf und die örtliche Bevölkerung zu bauen! Hier auf dem Land, wo schon leichtere Blessuren ernsthafte Folgen haben können, von schlimmen Verletzungen und Krankheiten ganz zu schweigen, ist diese Station unabdingbar. Wir sind ständig bemüht, Mittel für Medikamente, Einrichtung und die Krankenschwester aufzubringen.

Berufsausbildung

Etwa ein Drittel der Bewohner des Waisenkinderdorfes hat die Schule bereits beendet.Diese Jugendlichen können in den vorhandenen Einrichtungen den Beruf der Schneiderin oder der Krankenschwester bzw. des Pflegers erlernen. Viele der männlichen Jugendlichen erlernen den Beruf des Landwirtes, ein Beruf, der in diesem überwiegend landwirtschaftlich genutzten Land von großem Vorteil ist.

Solaranlage

Dank eines Sponsors ist das Dorf seit 2009 mit Strom versorgt. Die Zeit, in der Petroleumlampen und Kerzen die Gebäude erleuchten, ist vorbei. In diesem tropischen Land geht die Sonne um 18:00 Uhr unter. Damit waren vielen Aktivitäten am Abend Grenzen gesetzt. Ein großer Segen ist auch der mir Solarstrom betriebene Kühlschrank für Medikamente  und Lebensmittel.

Berufsschule

Zu den Projekten unseres Partners in Togo gehört außerdem eine Berufsschule in Lomé, in der  mittellose junge  Menschen kostenlos ein Jahr lang in Betriebswirtschaft, Buchhaltung und der Arbeit an Computern unterrichtet werden. Die Ausbildung schließt mit einem Diplom ab.

Autowerkstatt, Lackierwerkstatt und Tischlerei

Diese Betriebe bilden Jugendliche aus dem Waisenkinderdorf aus. Sie können sich durch entsprechende Aufträge weitgehend selbst finanzieren.

Unterhalt

Der Verein Lebenschance sichert den laufenden Unterhalt dieses Projektes. Mit einem festen monatlichen Betrag werden die Gehälter, Medikamente, Lebensmittel, Reparaturen und Bekleidungen finanziert. Die Mittel hierfür werden ausschließlich durch Spenden aufgebracht.